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Geschichte der Burschenschaften

Die Burschenschaften


Die deutsche Burschenschaft ist ein Kind der Befreiungskriege zu Beginn des vorigen Jahrhunderts.
Schon vor diesem Kriege hatte sich Turnvater Jahn über die Gründung einer Burschenschaft Gedanken gemacht. Er wetterte gegen die deutsche Kleinstaaterei, und aus diesem Grunde waren ihm die deutschen Landsmannschaften an den Hochschulen verhasst. Er vergaß dabei, dass inzwischen viele dieser Korporationen mit den alten Prinzipien gebrochen hatten. In den Vorkriegsjahren hatte Jahn mit seinen Ideen wenig Glück gehabt. Als der preußische König Friedrich Wilhelm III. 1813 sein Volk zu den Waffen rief, eilten die Landsmannschafter zu den Fahnen. Auch nichtpreußische Studenten folgten seinem Ruf. Die meisten wandten sich nach Breslau, wo das Lützowsche Korps, für das Jahn wirkte, gegründet wurde. Fast alle Jenaer „Vandalen“ schlossen sich diesem Korps an, dem auch Theodor Körner angehörte. Ihre bunten Studentenröcke wurden einheitlich schwarz gefärbt.
In Jena führten die Landsmannschaften zunächst einen erbitterten Kampf gegen eine im Sommer 1814 gegründete „Sulpharia“. Dieser Reformverein richtete sich gegen die Korporationen und gegen das Mensurwesen. Die alten Waffengefährten in den verschiedenen Landsmannschaften fühlten sich zueinander hingezogen und durch Jahns Ideen beeinflusst, gründeten sie am 20. August 1814 eine Vereinigung, der sie den Namen „Wehrschaft“ gaben. Die Zusammenarbeit in dieser Vereinigung rief den Wunsch hervor, die vier Jenaer Landsmannschaften aufzulösen, um sie zu einer einzigen Verbindung zu verschmelzen. Hauptsächlich traten die „Vandalen“ dafür ein. Die Thüringer, Franken und Sachsen wurden schließlich für diese Idee gewonnen.

Anmerkung:
Ebenfalls 1814 am 1. November wurde in Halle die erste Burschenschaft, die „Teutonia“ mit Wahlspruch „Freiheit, Ehre, Vaterland“ gegründet. Auch wenn sich die Jenaer Burschenschaft auf die Teutonia berief, verschwand diese in kürzester Zeit.

Am 12. Juni 1815 versammelten sich die vier Landsmannschaften auf dem Jenaer Marktplatz und gründeten die erste Burschenschaft. Die Verfassung dieser Burschenschaft lehnte sich eng an die der Landsmannschaft „Vandalia“ an, und auch die Farben Schwarz-Rot-Gold waren der Uniform der „Vandalen“ entnommen: scharlachroter Rock mit schwarzem Sammet am Kragen, Revers, Armaufschlägen und Rabatten, der Kragen war mit einem Eichenkranz von Gold gestickt. Erst auf dem
Wartburgfest 1817 wurde das Gold in das Band aufgenommen. Der Wahlspruch der jungen Burschenschaft lautete: „Dem Biederen Ehre und Achtung!“

Anmerkung:
Dieser wurde bereits im März 1816 durch den von der Teutonia übernommenen Wahlspruch „Ehre, Freiheit, Vaterland“ ersetzt.
Beachte dabei den Unterschied zwischen dem Ehrbegriff und dem Freiheitsbegriff der Burschenschaften und der Studenten in den Jahren zuvor.
Die Burschenschaft war der Zusammenschluss aller Burschen aus den früheren Landsmannschaften.

Als der Geist des Jahnschen Turnplatzes nach Jena übertragen wurde, nahm er mit der Zeit der Burschenschaft ihren harmlosen Charakter und machte sie zum Sitz revolutionärer Bestrebungen. Nicht alle Burschenschafter waren von dieser Richtung begeistert, viele pflegten noch ihre alten landsmannschaftlichen Zusammenkünfte. Es kam sogar zu einer engeren brüderlichen Vereinigung, die sich als „Schwarzer Orden“ bezeichnete. Vorwiegend waren es die ehemaligen Sachsen, die hier zusammenkamen.
Der vaterländische Geist der Jenaer Burschenschaft hielt bald auf den anderen Hochschulen Einzug. Um einen Zusammenhang mit den gleichgesinnten Studenten der übrigen Hochschulen anzubahnen, lud die Jenaer Burschenschaft zu einem allgemeinen Wartburgtreffen zum 18. Oktober 1817 ein, auf dem gleichzeitig die Dreihundertjahrfeier der Reformation sowie der Jahrestag der Schlacht bei Leipzig festlich begangen wurden.
An der Veranstaltung nahmen neben 600 Studenten aller Hochschulen auch verschiedene Professoren teil. Die zündenden Reden von Riemann und Fries hinterließen bei den Anwesenden einen nachhaltigen Eindruck. Am zweiten Tag zogen die Burschenschaften nach dem Wartenberg. Hier spielte sich die für die burschenschaftliche Bewegung so verhängnisvoll werdende „Verbrennungsszene“ ab. Der Berliner Massmann trat mit einem Korb voll Makulatur vor und warf die einzelnen Stücke, auf denen Büchertitel verzeichnet waren, in die Flammen, außerdem verbrannte man einen Korporalstock, einen Gardeschnürleib und einen Haarbeutel. Gleichzeitig ließ er harte Worte gegen unbeliebte Schriftsteller fallen. Am nächsten Tag beschloss man die Gründung der allgemeinen deutschen Burschenschaft mit den Farben Schwarz-Rot-Gold und dem Wahlspruch: „Ehre, Freiheit, Vaterland!“
Der bei der Verbrennungsszene geschmähte preußische Geheimrat Schmalz wütete gegen die „Aufrührer“. Auch der österreichische Staatsmann Metternich wetterte gegen den „Geist des Jakobinismus“.

Anmerkung:
Der so negative Beigeschmack der Bücherverbrennung entstand erst durch die Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten. In einer Ansprache vor der Bücherverbrennung wurde auf die Verbrennung der päpstlichen Bulle durch Martin Luther 1520 hingewiesen. In der damaligen Zeit musste die Aktion zwar sehr gewagt erscheinen, aber eher in der Art wie heute eine Demonstration in einem totalitären Staat.
Zitat aus 175 Jahre Gründung der Urburschenschaft zu dieser Zeit: “Die Burschenschaften wurden ein Feld, auf dem der einzelne, eingebunden in eine ihn fordernde und fördernde Gemeinschaft, lernen konnte, am demokratischen Meinungsstreit teilzunehmen. Hier konnte er sich an freien Diskussionen zu weltanschaulichen, hochschul- aber auch staatspolitischen Themen beteiligen.“

1818 kamen die Burschenschaften von neun Hochschulen in Jena zu einer Beratung zusammen. Da für ein weiteres Wartburgfest von den Behörden keine Genehmigung erteilt wurde, fand vom 10. bis 19. Oktober 1818 ein öffentlicher Burschentag in Jena statt. Vertreter von 14 Universitäten gründeten auf dieser Tagung endgültig die „Allgemeine Deutsche Burschenschaft“.

Die Hauptgrundsätze der Burschenschaft waren:

§ 1 Die Allgemeine Burschenschaft Deutschlands ist die freie und natürliche Vereinigung der gesamten auf den Hochschulen wissenschaftlich sich bildenden Jugend zu einem Ganzen, gegründet auf das Verhältnis der deutschen Jugend zur werdenden Einheit des deutschen Volkes.

§ 2 Die Allgemeine Deutsche Burschenschaft als freies Gemeinwesen stellt als den Mittelpunkt ihres Wirkens folgende allgemein anerkannte Grundsätze auf:
a) Einheit, Freiheit aller Burschen untereinander, mögliche Gleichheit aller Rechte und Pflichten.
b) christlich deutsche Ausbildung einer jeden leiblichen und geistigen Kraft zum Dienste des Vaterlandes.
c)
§ 3 Das Zusammenleben aller deutschen Burschen im Geiste dieser Sätze stellt die höchste Idee der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft dar, die Einheit aller deutschen Burschen im Geiste wie im Leben.

§ 4 Die Allgemeine Deutsche Burschenschaft tritt nun danach ins Leben, dass sie allmählich immer mehr als ein Bild ihres in Gleichheit und Freiheit blühenden Volkes darstellt, dass sie ein volkstümliches Burschenleben in der Ausbildung einer jeden leiblichen und geistigen Kraft erhält und im freien, gleichen und geordneten Gemeinwesen ihre Glieder zum Volkstum vorbereitet, damit jedes derselben zu einer solchen Stufe des Selbstbewusstseins erhoben werde, dass es in einer reinen Eigentümlichkeit den Glanz und die Herrlichkeit deutschen Volkslebens darstellt.

Anmerkung:
Später wurde §1 geändert in „Ein Deutschland ist, und ein Deutschland soll sein und bleiben“.
Vor allem §4 muss im zeitlichen Zusammenhang genau betrachtet werden. Kleinstaaterei, staatliche Willkür und Zensur waren Realität. Die Burschenschafter traten nicht nur für eine territoriale Einheit des Deutschen Vaterlandes ein, sondern auch für Pressefreiheit und freiheitliche Rechte jedes Bürgers!

Nachdem die von den Länderregierungen während des Krieges gemachten Versprechungen nicht eingehalten wurden, machten sich im Volke republikanische Tendenzen bemerkbar, die auch bei der Burschenschaft Unterstützung fanden. Infolge der Anfeindung durch die Regierungen erblickten sie schließlich in dem Staat ihren Hauptgegner. Die Wortführer der neu auftretenden republikanischen Ansichten in der Burschenschaft waren die Brüder Follen.
Österreich und Russland schickten Inspektoren nach Jena, um die gärenden Elemente dort zu beobachten. Im Oktober 1818 tagte in Aachen der europäische Monarchenkongress, auf dem u.a. auch Maßnahmen gegen die Burschenschaft zur Sprache kamen. Es wurde sogar vorgeschlagen, die Professoren und Studenten polizeilich überwachen zu lassen. Eine allgemeine Erbitterung an den Hochschulen war die Folge. Aus dieser Stimmung tötete der Jenaer Theologiestudent Karl Ludwig Sand, nachdem er aus der Burschenschaft ausgetreten war, am 23. März 1819 den russischen Staatsrat August von Kotzebue, den er als Vaterlandsverräter hasste. Sand wurde verhaftet und zum Tode verurteilt. Am 20. März 1820 wurde er in Begleitung eines großen Truppenaufgebotes in Mannheim zum Richtplatz geführt.
Diese unselige Tat wurde der ganzen Burschenschaft zur Last gelegt, die lediglich noch beim Herzog von Sachsen-Weimar? Unterstützung fand. Metternich hatte nun ein Mittel, um einschreiten zu können. Durch die Karlsbader Beschlüsse, die man am 20. September 1819 in Frankfurt zu Bundesratsbeschlüssen machte, wurden die Universitäten unter die besondere Aufsicht landesherrlicher Kommissarien gestellt. Eine Generalskommission in Mainz wurde mit der Aufspürung demagogischer Umtriebe beauftragt. Gegen die Burschenschaften wurde schärfstens eingeschritten, „da diesem Verein die schlechterdings unzulässige Voraussetzung einer fortdauernden Gemeinschaft und Korrespondenz zwischen den verschiedenen Universitäten zu Grunde liege“. Preußen strengte gegen verschiedene Patrioten peinliche Untersuchungen an. Arndt musste seine Briefschaften im Keller verstecken und seine Vorlesungen einstellen. Die Turnplätze wurden geschlossen, und Jahn wurde vom Bett seines sterbenden Kindes weg verhaftet. Gebürtige Preußen durften nicht mehr in Jena studieren. Am 26. November 1819 musste sich die Jenaer Burschenschaft auflösen.

Anmerkung:
Beachte hier die Rolle Metternichs als stärkstem Feind der Burschenschaften und Verfechter eines monarchistischen Europas und eines zersplitterten Deutschen Reiches.

Es gab offiziell keine Burschenschaften mehr, aber im geheimen arbeiteten sie weiter. Die einzigen Lebenszeichen dieser Korporationen waren die geheimen Burschentage, die 1820 in Dresden, 1821 in Streitberg und 1822 in Bensheim stattfanden. Nur die kleine Zahl von Eingeweihten nahm hieran teil. Die Förderung des Einheitsgedankens wurde wieder in den Vordergrund des burschenschaftlichen Wirkens gestellt. Der Zweikampf wurde als studentische Notwendigkeit anerkannt.
Burschenschaften gab es damals noch in Erlangen, Heidelberg und Leipzig, an den anderen Hochschulen existierten nur „burschenschaftliche Vereine“, denen zweifellos geistig regsame Elemente angehörten. Die religiös-mystische Färbung der Urburschenschaft war verloren gegangen, man war politischer und radikaler geworden. Der Mecklenburger Adolf von Strewitz warb für einen geheimen Bund, der als „Jünglingsbund“ bekannt wurde und die Einigung und Befreiung des deutschen Volkes herbeiführen sollte. Man spielte regelrecht Verschwörung. 1823 wurde der Bund den Behörden verraten, und seine Mitglieder wurden hart bestraft.
In den anderen unpolitischen burschenschaftlichen Kreisen waren die Mitglieder in kleine „Kränzchen“ eingeteilt, die Diskussionsabende abhielten. Diese Kränzchen bildeten die engere Verbindung.
Im Winter 1827/28 wurde die „Allgemeine Deutsche Burschenschaft“ offiziell neu gegründet. Die meisten Burschenschaften erkannten die liberalen Grundsätze als für sie verbindlich an. Es entwickelten sich zwei Richtungen, einmal die arministische, die mehr wissenschaftliche Aufgaben verfolgte, und zum anderen die germanistische, die an der Einheit Deutschlands mitgestalten wollte. Letztere gewann die Oberhand. 1831 nahm in Frankfurt am Main ein germanistischer Burschentag den Grundsatz an, dass die Korporationen praktische politische Arbeit betreiben sollten.

Anmerkung:
In den frühern 30er Jahren wurde, zumindest im Südwesten des Reiches, die Pressefreiheit eingeführt. Viele Demokraten und Freiheitsliebende sammelten sich hier um ihre Gedanken auszutauschen, zu drucken und zu verbreiten. Unter ihnen waren an prominenter Stelle Burschenschafter und den Burschenschaften nahestehende Personen. Im Jahre 1832 wurde auf dem Hambacher Schloss das Hambacher Fest gefeiert. Auf ihm wurde Pressefreiheit und Deutsche Einheit gefordert. Es wurde zum ersten Mal öffentlich die Schwarz-Rot-Goldenen? Fahne der Burschenschaft gezeigt. Das Hambacher Fest, viel größer als das Wartburgfest, war nicht allein ein studentisches Fest sondern in der Masse ein Fest des Volkes.
Der Gedanke an eine Revolution bewegte die Burschenschaften immer mehr.
Am 3. April 1833 stürmten alte und junge Burschen in Frankfurt am Main die Hauptwache, doch konnte das Militär diese Unruhen schnell unterdrücken. Die Behörden griffen energisch zu. Hunderte von Burschenschaftern wanderten ins Gefängnis, unter ihnen auch (in Berlin) der Mecklenburger Fritz Reuter, der der Jenaer „Germania“ angehört hatte. In Berlin wurden von 204 Angeklagten 39 zum Tode verurteilt. Die Strafe wurde auf dem Gnadenwege bei einigen in lebenslängliche und bei anderen in eine dreißigjährige Freiheitsstrafe umgewandelt. Erst König Friedrich Wilhelm von Preußen erließ eine allgemeine Amnestie.

Anmerkung:
Nach vielen Quellen war der Sturm auf die Frankfurter Wache schon im Vorfeld verraten worden. Die Pressefreiheit wurde wieder aufgehoben, Sympathisanten der freiheitlichen Ideen wurden verfolgt.

Trotz Verfolgung lebten die Ideen der Burschenschaften weiter und vereinigten sich mit dem Freiheits- und Einigungsgedanken des Volkes. Man verbrüderte sich mit dem Bürger, und damit fiel der strenge Korporationscharakter. Das Duell wurde verworfen, ebenso die studentische Gerichtsbarkeit. Es entstanden verschiedene Reformverbindungen.
Inzwischen kam das Jahr 1848. Es gärte an allen Orten. Revolutionäre Feuer leuchteten auf, und das Metternich'sche System ging in Trümmer. In Innsbruck zogen die Studenten gegen Italien und in Kiel gegen die Dänen. In Wien gründete man eine akademische Legion. In Berlin wurden am 18. März die Studenten bewaffnet. Den Höhepunkt dieser Progresszeit bildete das zweite Wartburgfest im Mai. Etwa 1500 Studenten aus allen Teilen Deutschlands beteiligten sich hieran. Burschenschaften, Corpsstudenten, „Finken“ und der „ Wingolf“ waren hier vertreten. Das Ergebnis dieser Tagung wurde in einer Adresse an die Frankfurter Nationalversammlung niedergelegt.
Das erste deutsche Parlament in Frankfurt am Main brachte den alten Burschenschaften volle Genugtuung. Viele von ihnen gehörten der Nationalversammlung an. Doch die ersehnte Einigung Deutschlands konnte hier noch nicht verwirklicht werden. Erst Bismarck, dem ehemaligen Göttinger Corpsstudenten, gelang im Jahre 1871 die Einigung Deutschlands wenigstens zum Teil.
Auch in den Burschenschaften zeigten sich immer mehr Mißstände, und gegen diese trat der Bonner Frankone Dr. Küster in Berlin mit Reformvorschlägen auf. Da keine Korporation sich für seine Vorschläge erklärte, gründete er die Reformburschenschaft, die sich von den alten Bünden distanzierte.
1886 stellte man allgemeine Grundsätze auf, in denen es u.a. lautete:
„Die Burschenschaft ist eine Verbindung gleichgesinnter, unabhängig und ehrenhaft denkender deutscher Studenten, welche das aufrichtige Bestreben haben, die Studienzeit in treuer Gemeinschaft und gewissenhafter Befolgung ihres Wahlspruches: ,Ehre, Freiheit, Vaterland!' zu vertreten. Sie stellt es sich zur Aufgabe, ihre Mitglieder zu tüchtigen, im Denken und Handeln zu freien und selbständigen Bürgern eines einigen, nach innen kräftigen, nach außen mächtigen deutschen Vaterlandes heranzubilden.“
Damit war der innere Ausbau des Verbandes vollendet. Die Burschenschaft hatte eine Brücke zur Vergangenheit abgebrochen und ähnelte nunmehr den Corps und Landsmannschaften. An den Kämpfen um die akademische Freiheit im Jahre 1903 beteiligten sich die Burschenschafter besonders. Auf die staatsbürgerliche Erziehung ihrer Mitglieder wurde gesteigerter Wert gelegt.
In den schweren Zeiten nach dem ersten Weltkrieg sollte der Verband der Burschenschaften der stärkste aller Korporationen werden. 1919 vereinigen sich der „Allgemeine Deputierten- Convent“, der „Rüdesheimer Verband Deutscher Burschenschaften“ und die „Burschenschaft der Ostmark“ zu einem gemeinsamen Bunde, der „Deutschen Burschenschaft“.
Nach dem letzten Kriege wurde die „Deutsche Burschenschaft“ am 12. Juni 1950 in Marburg neu konstituiert.